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Neutralitätsgebot - ein Maulkorb?
Einladung zur VeranstaltungDas „Neutralitätsgebot“ –
ein Maulkorb für die politische Bildung und Demokratiearbeit
in Schule und Zivilgesellschaft?
Mittwoch, 25. Februar 2026
um 18:00 Uhr
im Ratssaal des Rathauses in Verden
Referent: Professor Dr. Friedhelm Hufen von der Johannes Gutenberg Universität Mainz
Vielfältige sich überlappende Krisen, das Hervortreten und die Wahlerfolge radikaler oder sogar extremistischer politischer Parteien, die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und wachsender Populismus stellen neue Anforderungen an die Öffentlichkeits- und die politische Bildungs- und Demokratiearbeit auf allen Ebenen.
Gerade in umstrittenen Bereichen wird zunehmend die Einhaltung des „Neutralitätsgebotes“ gefordert. In der Praxis hat dies bereits zu erheblicher Verunsicherung und Missverständnissen geführt. Das beginnt schon mit dem Begriff der „Neutralität“, weil Demokratiearbeit und Bildung nie „neutral“ sein können. In Wirklichkeit geht es nicht um Neutralität, sondern um Chancengleichheit im politischen Wettbewerb.
Weder das Neutralitätsgebot noch die Chancengleichheit der Parteien dürfen die Offenheit des demokratischen Diskurses und die aktive Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gefährden.
Die Veranstaltung soll insofern Möglichkeiten und Grenzen in der Demokratie- und Bildungsarbeit aufzeigen und Sicherheit für die Beteiligten bieten, auch für zivilgesellschaftliche Projekte, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.
Die Initiative „Kreis Verden ist bunt“ lädt in Kooperation mit dem
Lernort Demokratie der Stadt Verden, dem Kreisverband Verden der GEW, ver.di und dem DGB Verden zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein.

